„Landshut blindengerecht gestalten“

Soziales

Mehr Unterstützung für Sehbehinderte notwendig

Die Landshuter SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja König und der Eggenfeldener Ortsvereinsvorsitzende Benjamin Lettl trafen sich zu einem Fachgespräch mit Walter Bichlmeier, dem Leiter des Blinden- und Sehbehindertenbundes der Bezirksgruppe Niederbayern, um sich zu informieren, wie sie ihre Städte sehbehindertengerecht gestalten können. Zudem wurden auch landespolitische Probleme erörtert.

Walter Bichlmeier berichtete, dass das Blindengeld für Menschen mit einer Sehkraft, die kleiner als 2% beträgt, bei monatlich 534€ liegt. Problematisch sei, dass für Menschen mit einer Sehkraft von 2-5%, die auch annähernd blind sind, wegen der Ablehnung durch die Bayerische Staatsregierung keine Gelder in Form eines Sehbehindertengeldes ausbezahlt werden. Der Verband, der die Interessen von rund 1500 blinden und sehbehinderten Menschen vertritt wurde hier von den Oppositionsparteien unterstützt. Laut Bichlmeier seien im kommenden Jahr 2 Millionen € aus den sinkenden Unterstützungsleistungen des Blindengeldes vorhanden, womit die Einführung eines Sehbehindertengeldes finanziert werden könnte. Die Landshuter SPD-Vorsitzende Anja König zeigte sich hier von der ablehnenden Haltung der CSU-Abgeordneten sehr enttäuscht. „Scheinbar fehlt hier die Vorstellungskraft, dass es kaum einen Unterschied darstellt, ob eine Person mit 1,2 oder 3 % Sehkraft ausgestattet ist“, so König.

Walter Bichlmeier berichtet von Problemen bei barrierfreien Baugestaltungen, die zwar für Menschen mit Gehbehinderungen eine Erleichterung darstellen würden, für blinde oder sehbehinderte Menschen aber zu einer gefährlichen Falle werden können. Unfälle für Sehbehinderte seien hier vorprogrammiert. Ab 01.07.2013 stehe dem Verband mit Frau Mühlthaler eine Architektin zur Verfügung, die in den jeweiligen Kommunen die Gegebenheiten genau unter die Lupe nehmen kann. Bichlmeier betonte, dass es die entsprechenden Normen zur Umsetzung der blinden- und sehbehindertengerechten Baugestaltung bereits gebe, diese aber nicht immer konsequent umgesetzt werden. Dabei sei es wesentlich kostengünstiger die Normen gleich mit umzusetzen als nachträglich Veränderungen im Straßenbau vorzunehmen. Benjamin Lettl und Anja König betonten, dass sie sich zusammen mit Betroffenen in den kommenden Monaten in Verbindung setzen werden und daran festzuhalten, ihre Kommune blindengerecht zu gestalten.

Bild zum Text: SPD-Ortsvorsitzender Benjamin Lettl, Walter Bichlmeier, Leiter der Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehindertenbundes, sowie Anja König, SPD-Stadtverbandsvorsitzende von Landshut wollen die Kommunen sehbehindertengerecht gestalten.

 
 

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