Kein Zurück beim Theater – Die SPD-Fraktion setzt auf Nachhaltigkeit

Bildung & Kultur

Am vergangenen Montag besuchte die SPD-Fraktion gemeinsam mit der Vorsitzenden der Landshuter SPD Anja König und Hans-Dieter Schenk, Vorsitzender der Volksbühne das Stadttheater, um sich vor Ort ein Bild von den baulichen Zuständen und den Arbeitsbedingungen zu machen. Der Geschäftsführer des Landestheater Niederbayern Rudi Senff zeigte sich dankbar für das Interesse und führte die Kommunalpolitiker durch die einzelnen Stockwerke. Er erklärte was nach den neusten Vorschriften alles geändert und umgebaut werden müsse. Die SPD äußere sich nur zu Themen, die ihr wirklich wichtig seien und das Stadttheater gehöre zu diesen Themen, eröffnete Fraktionsvorsitzender Klaus Pauli das Treffen.

Die brennendste Frage stellte Stadträtin Maria Haucke, die auch Mitglied im Zweckverband "Landestheater Niederbayern" ist: "Was halten die Menschen, die es betrifft von dem Vorschlag eine Interimslösung in der alten Wäscherei des Klinikums?" Hierzu konnte Senf sich nur dahingehend äußern: "Es sind halt 1000m² Fläche, mehr nicht. Da steht keine Bühne, da ist die Akustik noch nicht geprüft, von der Fläche her würde es reichen, aber die Höhe passt dort nicht, deshalb müsste auch geprüft werden ob man in der Tiefe noch was machen kann oder das Dach weiter nach oben versetzt werden muss, auf jeden Fall wird das bestimmt nicht billig." Weiterhin berichtete er, dass Architekten sich in den nächsten Tagen mit diesem Thema beschäftigen und auch überlegt werden soll, inwieweit die Interimslösung noch abgespeckt werden kann. Am Freitag wird im Plenum entschieden ob eine weitere Prüfung in Richtung alte Wäscherei als Ausweichmöglichkeit erfolgt oder nicht.
Für die Volksbühne sei wichtig, dass alle 230 Mitglieder weiterhin geschlossen zu den Aufführungen gehen könnten, so der Vorsitzende der Volksbühne Hans-Dieter Schenk. Immerhin nehme der Verein pro Jahr ca. 2300 Karten ab und sei somit eine wichtige Einnahmequelle für das Theater.
Die Fraktionsmitglieder interessierten sich auch besonders für die Arbeitsbedingungen und besichtigten auch den Orchestergraben, wo die Musiker während der Aufführungen spielen müssen. Der Raum mit 1,75 m Höhe, in dem keiner der Musiker aufrecht zu seinem Platz gehen kann. Stadtrat Robert Gewies äußerte sich dazu nur: "Ein unzumutbarer Zustand für die Künstler!"
Für den Anbau eines Konzertsaales bestünde ein gültiger Beschluss des Stadtrates aus den 80-iger Jahren, bemerkte Stadtrat Dietmar Franzke.
Die Teilnehmer sind sich einig: Es ist nicht einzusehen, dass Kosten in Millionen Höhe in eine Interimslösung gesteckt werden sollen, die nach der Theatersanierung wieder zurückgebaut werden müsse, die zudem auch nicht gefördert würde. Eine Investition in einen Anbau, der auch später als Studio und als Technikgebäude genutzt werden kann, also nachhaltige Wirkung bringt, sei die nachvollziehbarste Lösung.
Die Vorsitzende der Landshuter SPD, Anja König, bemerkte: Es könne nicht angehen, dass die Bezirkshauptstadt von Niederbayern sein Theater verfallen lässt und der Stadtrat sich aus der Verantwortung für ein kulturelles Gut entziehen will. Das Stadttheater dürfe nicht nur auf jetzigen Stand erhalten, sondern müsse ein kultureller Anziehungspunkt für die kommenden Generationen werden. Außerdem solle das Theater als Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern gute und vor allem sichere Arbeitsplätze bieten können.

 
 

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