Außerordentliche Landeskonferenz der AsF mit Neuwahlen

Arbeitsgemeinschaften

von links: Anja König, Angelika Graf und Angelika Thiel

MICKY WENNGATZ ZUR NEUEN ASF-VORSITZENDEN GEWÄHLT – FLORIAN PRONOLD KRITISIERT FRAUENPOLITIK DER CSU

Am 04.05. fand eine außerordentliche Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in München statt.
als Delegierte waren Angelika Thiel aus dem Landkreis und Anja König aus der Stadt Landshut dort vertreten.

Wichtigster Tagesordnungspunkt der Veranstaltung war die Neuwahl der bayerischen AsF-Vorsitzenden. Die 52-jährige Micky Wenngatz wurde ohne Gegenstimmen gewählt. Die bisherige Vize-Vorsitzende war die einzige Kandidatin. Wenngatz will ihre Amtszeit unter das Motto „Brot und Rosen“ stellen. Dabei handelt es sich um den Slogan streikender US-Textilarbeiterinnen aus dem Jahr 1912. Wenngatz erläutert: „Brot steht dabei heute für gleiches Geld für gleiche Arbeit, für den Zugang zu allen Führungspositionen und die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Die Rosen stehen für die Anerkennung von Frauenthemen wie den Kampf gegen sexualisierte Gewalt und den täglichen Sexismus sowie für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen.“

Auf den freigewordenen Posten der Stellvertreterin wurde Gertrud Maltz-Schwarzfischer aus der Oberpfalz mit nur zwei Gegenstimmen gewählt.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete angelika Graf dankt der bisherigen Vorsitzenden Adelheid Rupp für ihr großes Engagement und wünscht Micky Wenngatz viel Erfolg an der Spitze der AsF: „Micky Wenngatz ist eine erfahrene Politikerin und Politikberaterin. Sie wird die bayerische AsF sicherlich hervorragend führen. Viele der Themen der AsF sind inzwischen ins Zentrum der politischen Diskussion gerückt. Hier zeigt sich, dass Beharrlichkeit zum Erfolg führt. Die SPD braucht starke und engagierte Frauen.“

Der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold wirft CSU-Chef Horst Seehofer vor, mit seiner Frauenpolitik „im Mittelalter stehen geblieben“ zu sein. „Sei es die Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen und Männern, die Quotenregelung für Frauen in Führungspositionen oder der Ausbau der Kinderbetreuung – überall sitzt Horst Seehofer im Bremserhäuschen. Das unsägliche Betreuungsgeld ist Ausdruck seines überkommenen Frauen- und Familienbilds“, sagte Pronold am Samstag auf einer Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in München.
Angelika Thiel und ich, wir setzen uns vor allem für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Für jedes Kind muss ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen, damit jede Frau wirklich frei entscheiden kann ob sie daheim bei ihren Kinder bleibt oder weiter arbeiten möchte. Und wenn dieses Ziel erreicht ist, müssen die Kinderbetreuungsplätze kostenfrei gestellt werden. Denn was nützt es einer Frau, die zum Beispiel in München wohnt, wenn sie für einen privaten Betreuungsplatz 700-1000 Euro im Monat bezahlen muss und dann am Ende des Monates von ihrem hart erarbeiteten Geld nichts mehr übrig bleibt oder sie sich solche einen Platz gar nicht leisten kann. Ich bekomme dieses Thema hautnah bei meiner Tochter mit, die bereits seit Beginn ihrer Schwangerschaft "Bewerbungen" an Kindereinrichtungen geschrieben hat, und eine Absage nach der anderen erhält. Ja, Sie haben richtig gelesen: man muss sich auf einen Platz Bewerben! So sieht in meinen Augen keine richtige Familienpolitik aus. Es ist kein Wunder, dass sich viele Paare bewusst gegen Kinder entscheiden, die aber unsere Zukunft bedeuten!

 
 

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