Dialog über die Generationen hinweg

Familie

SPD-Politiker Unfried, Müller und König stellten sich vor

Unter dem Motto „Heute schon an morgen denken“ hatte der SPD-Ortsverein Pfeffenhausen zu einem informativen politischen Nachmittag ins Gasthaus Rauchenecker eingeladen, um die verschiedenen Politikfelder von Bundestag bis Landespolitik zu den Aufgaben des Bezirkstags vorzustellen.

Der SPD-Rentenexperte Harald Unfried aus Landshut sprach sich für die Einführung der sog. "Mütterrente" aus. Demzufolge sollen für jede Kindsgeburt vor dem 01.01.1992 drei Kindererziehungsjahre rentensteigernd berücksichtigt werden. Bislang wird für Geburten vor 1992 nur ein Kindererziehungsjahr anerkannt. Unfried begründete dies damit, dass endlich eine Gleichstellung sämtlicher Kindererziehungszeiten unabhängig vom Zeitpunkt der Geburt hergestellt werden müsse. Frauen seien besonders stark von Altersarmut bedroht. Denn wegen der seinerzeit fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten hätten Frauen häufig auf eine eigene Berufstätigkeit verzichtet und längere Unterbrechungszeiten in Kauf nehmen müssen. Dies wirke sich neben den niedrigeren Löhnen zusätzlich negativ auf die Rentenhöhe der Frauen aus. Es sei nur gerecht, dass auch die Erziehungsleistungen älterer Mütter in der gleichen Weise wie bei jüngeren Erziehungspersonen berücksichtigt würden. Diese Gerechtigkeitslücke müsse endlich geschlossen werden.

Die Pfeffenhausener Landtagskandidatin Ruth Müller machte in ihrer Rede
deutlich, dass es bei dieser Landtagswahl darum gehe, für mehr gerechtigkeit in Bayern zu sorgen. „Auch in unserer Region klaffe die Schere zwischen Arm und Reich auseinander“, so Müller. Die Zahl der Rentner, die die Einrichtung der „Tafel“ in Rottenburg in Anspruch nehmen müsse, nehme auch bei uns zu. Hinzu komme für viele das Problem, dass sie nicht wüßten, wie sie diese Einrichtung regelmäßig erreichen können. Einen weiteren Schwerpunkt nannte die engagierte
Kommunalpolitikerin, die seit 17 Jahren ehrenamtlich als Kreisrätin tätig ist, in der Gesundheitspolitik. Als sie vor rund 25 Jahren noch hrenamtlich am Wochenende beim Sanitätsdienst in der Region mitgefahren sei, sei der Ruf des Krankenhauses Niederhatzkofen „am Boden gewesen“ – der Einweisungsschein für Niederhatzkofen hätte in den Familien stets Bestürzung und Betroffenheit ausgelöst. Dass sich dies geändert habe und die Schlossklinik und die Schlossreha heute einen hervorragenden Ruf über die Landkreisgrenzen hinaus hätten, sei das Verdienst der Kommunalpolitiker im Landkreis Landshut gewesen, die das Krankenhaus „fit für die Zukunft“ gemacht hätten. Dennoch gebe es auch heute noch Probleme

– allerdings von seiten der finanziellen Unterstützung. So müsse der Landkreis die Defizite schultern und selbst beim Hospiz in Vilsbiburg würden nur 90% der anerkannten Kosten erstattet. „Unsere Gesundheit muss uns mehr wert sein“, so die Landtagskandidatin. Einer Privatisierung der kommunalen Krankenhäuser erteilte sie eine klare Absage, sie werde sich dafür einsetzen, dass die Krankenhäuser finanziell besser ausgestattet werden. Deutliche Worte fand sie auch zur AbgeordnetenAffäre der CSU im Landtag: „Politiker, die nur abkassieren und zuerst an sich und ihre Familien denken, brauchen einen Denkzettel“, so Müller. Sie versprach, die erste gläserne Abgeordnete der Region zu werden, um so für mehr Transparenz im politischen Betrieb zu sorgen.

Die Bezirkstagkandidatin und Leiterin der Betriebskrankenkasse Verkehrsbauunion in Landshut, Anja König, machte auf die wichtigen Aufgaben des Bezirkstages, die zu 90 % aus sozialen Aufgaben bestehen, aufmerksam. Der Bezirkstag sei für die Pflegesätze von stationären und teilstationären Einrichtungen, hauptsächlich für Senioren und behinderte Menschen zuständig, wie auch seit 2008 für die offenen
Dienste und Maßnahmen der Wohlfahrtspflege. Die bekanntesten Einrichtungen seien die Bezirkskrankenhäuser, die Thermalbäder, die Behindertenwerkstätten wie auch die Alten- und Pflegeheime in der Region, die auch gleichzeitig wichtige Arbeitgeber seien. Trotz des hohen finanziellen Beitrages durch den Bezirk seien aber auch diese Einrichtungen in der Zukunft gefährdet, weil die momentane Regierung nur noch den Rotstift bei sozialen Aufgaben ansetze.

 
 

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