Mehr Raum für mehr Leben

Soziales

Die Jugendsozialarbeit an der Porschestraße wird ausgebaut

Mehrere gute Botschaften haben am Montag Mitglieder der SPD bei einem Besuch des Jugendsozialprojekts an der Porschestraße überbracht. Bürgermeister Gerd Steinberger
kündigte an, sich für die finanzielle Förderung der Einrichtung einzusetzen. Die Erweiterung
um die angrenzenden Räume einer zweiten Wohnung ist bereits beschlossen.
Weitere Baumaßnahmen sind im Gespräch. Bundestagsabgeordneter Florian Pronold forderte,
die staatliche Unterstützung für soziales Wohnen weiterzufördern.

Irmgard Glosser, seit zehn Jahren bei der Stadtteilarbeit Porschestraße des Stadtjugendrings und heute
verantwortlich, stellte die Einrichtung vor: „Der zentrale Ansatz der Arbeit mit den Menschen aus dem
Viertel ist die Stärkung von deren eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten.“ So hätten die Menschen
selber sehr viel dazu beigetragen, den Spielplatz in der Mitte der Straße auszubauen. Da dieser öffentliche
Freiraum in einem Viertel mit äußerst beengten Wohnungen eine große Rolle spielt, pflegen die Bürger die Grünanlage selbst und wollen sie noch weiter entwickeln. Bürgermeister Steinberger war davon sehr angetan. Er sagte, er sehe gute Chancen dafür, dass die Stadt einen weiteren Ausbau der Grünanlagen
befürworten und auch finanziell fördern könnte. Sogar das Stadtgartenamt hat bereits am Spielplatzprojekt mitgearbeitet und werde auch noch weiter im Einsatz sein. Die Sozialarbeit der Einrichtung versteht ihre Rolle als eher fördernd und anregend im Hintergrund. In bisher drei kleinen Räumen organisiert sie mit viel ehrenamtlicher Beteiligung Projekte wie Gruppenstunden für Kinder, Ferientouren und anderes. Wichtig ist
auch ihre Funktion als Beratungsstelle. Kinder bis 16 Jahre, aber auch Frauen aus der Straße nehmen
das Angebot wahr und organisieren sich selbst, sagte Glosser. Die Sozialarbeit vermittelt dazu das Wissen.
Diese sogenannte gemeinwesenorientierte Arbeit der Jugendsozialarbeit gibt den Kindern auch einfaches
Wissen über Umgangsformen weiter. Nützlich seien die Alphabetisierungs- und Deutschkurse. Für ihre Projekte hätte Irmgard Glosser gern noch mehr Personal.

Spielplatz als Wohnzimmer

Die Sozialpädagogin nennt als Beispiel, eine Familie, die mit neun Kindern in einer winzigen Wohnung
wohne und nur wenig Geld zum Leben hätte, bräuchte schon sehr viel Disziplin und Organisationstalent.
Die Räume in den Wohnungen seien so eng, dass die Bewohner der Straße den Spielplatz wie ein zweites
Wohnzimmer nutzten. In den Wänden der Gebäude aus den 60er Jahren wachse der Schimmel. Manchmal
rieche es muffig. Mit bunten Farben werde der Eindruck aufgehellt. Auch Ute Kubatschka wies auf diese Zustände hin und auf die Sanierungsdiskussion in der Stadt. Die Bewohner sehen dem mit Skepsis
entgegen, denn sie befürchten höhere Mieten. Ein großes Problem ist die Finanzierung von Baumaßnahmen. Die SPD wünscht sich eine Verbindung von Sanierungen mit einer Weiterentwicklung und Aufwertung der Umgebung in solchen Vierteln. Dann will sie Bauprojekte gerne fördern. Als Beispiel führte man die „Soziale Stadt“- Maßnahmen an. Sie seien vorbildlich. Florian Pronold stellte aber fest, dass ausgerechnet dort sowie auch bei den Wiederaufbaukrediten in der letzten Zeit gekürzt worden sei. Die
Förderung der „Soziale Stadt“- Maßnahmen sei um 70 Prozent verringert worden. Dabei ließen sich gerade mit solchen manche negativen Ansichten über ärmere Viertel verbessern und Jugendliche könnten bessere Zukunfts- Chancen bekommen. Die SPD wolle das Programm „Soziale Stadt“ zu einem „Leitgedanken der Städtebauförderung machen“. Pronold ist im Team von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für Infrastruktur und Wohnen verantwortlich. Er will mit der Einbindung sozialer Ziele in die Bauförderung auch Spaltungstendenzen in der Bevölkerung entgegenwirken. Die Finanzierung von Baumaßnahmen ist offenbar auch in der Beziehung zwischen Land und Stadt ein Problem. So wies Bürgermeister Steinberger darauf hin, dass die Regierung von Niederbayern der Stadt die Auflage gemacht habe, Mehreinnahmen
aus den Gewerbesteuern für die Schuldentigung zu verwenden. Landshut sollte diese jedoch für zusätzliche Investitionen für den sozialen Wohnungsbau einsetzen können.

 
 

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