Schicksale und Höhepunkte der SPD

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MdL Dr. Thomas Beyer (3. v. l.) mit engagierten Sozialdemokratinnen: Anja König (Stadtverbandsvorsitzende); MdL Johanna Werner-Muggendorfer (stv. AWO-Bezirksvorsitzende); Ruth Müller (Kreis- und Fraktionsvorsitzende); Christel Engelhard (stv. Landrätin); Angelika Thiel, Filiz Cetin und Marcella Isleb (Teilnehmerinnen des SoFIA-Projekts)

AWO-Landesvorsitzender eröffnet Jubiläums-Ausstellung im Mehrgenerationenhaus

„Frauen und Politik“ war das verbindende Element bei der Vernissage „150 Jahre SPD“ im AWO-Mehrgenerationenhaus am Montagabend. Die beiden SPD-Politikerinnen Christel Engelhard, stellvertretende Landrätin und Ruth Müller, Fraktionsvorsitzende, hatten dazu den Landesvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt Bayern, Dr. Thomas Beyer, MdL eingeladen, um die Geschichte der SPD und der AWO unter dem Aspekt von politischen Frauen in den Mittelpunkt zu stellen. Der AWO-Kreisvorsitzende, Dietmar Franzke, MdL a. D. erinnerte in seinem Grußwort an die Entstehungsgeschichte vom Gewerkschaftshaus zum AWO-Haus und nun zum allseits anerkannten Mehrgenerationenhaus als Treffpunkt für alle.

„Die Ausgangslage für die Gründung der Sozialdemokratie vor 150 Jahren und der Gründung der AWO im Jahr 1919 war ähnlich“, so Dr. Thomas Beyer. Die 1848 hatten die Menschen Hoffnung auf ein besseres und selbstbestimmtes Leben, die Arbeiter wurden von der Ausbeutung befreit und bekamen durch die Vereine auch Zugang zur Bildung. Die AWO gründete sich in der Folge des 1. Weltkriegs, der Zerstörung, Krankheit, Tod und Invalidität hinterlassen hatte, und die Notwendigkeit zu helfen, war überall spür- und sichtbar. Die SPD führte 1918 das Frauenwahlrecht ein, 1919 durften Frauen erstmals wählen und die 39jährige Marie Juchacz war die Sozialdemokratin, die als erste Frau in einem deutschen Parlament eine Rede hielt und die Gründerin der AWO war.

Das Mehrgenerationenhaus der AWO Landshut macht deutlich, dass es keine Rolle spiele, wo jemand herkomme, welche Bildung oder Hautfarbe er besitze, vielmehr stehe die Unterstützung und Begegnung im Mittelpunkt. Das sei auch ein Verdienst der rot-grünen Bundesregierung, die die Projekte im Rahmen der „sozialen Stadt“ beispielhaft entwickelt habe und solche Zentren ermöglicht habe. „Wenn die Menschen sagen, es sei doch egal, wer an der Regierung ist, sei das Förderprogramm „soziale Stadt“ das beste Beispiel dafür, dass es eben nicht egal sei“, so Dr. Thomas Beyer. Denn heute erfolge Städtebauförderung in erster Linie durch „Beton“, während bei der rot-grünen Regierung die sozialen Aspekte bei der Förderung eine Rolle gespielt hätten.

„Das Pendel der Geschichte schlägt aber auch immer wieder zurück“, so Beyer. Die Rechte der Arbeitnehmer müssen wieder gestärkt werden und die Vermögensverteilung müsse gerechter geregelt werden, um die Kluft zwischen Arm und Reich nicht zu vertiefen. „Unsere politische Ausrichtung muss den Arbeitnehmer im Blickfeld haben“, so der Sozialpolitiker. Dazu gehöre ein flächendeckender Mindestlohn, der es den Menschen ermögliche, von seiner Hände Arbeit zu leben. „Der Mindestlohn ist wie eine Brandmauer, die auch im Baugesetzbuch steht, von der aber jeder hofft, sie nie zu brauchen“.

Die vielen Ideen, die die Sozialdemokratie in den 150 Jahren eingebracht hat, waren meist umkämpft, sei es das Frauenwahlrecht gewesen, die Bildungsbewegung in den 1970er Jahren unter Willy Brandt oder der Atomausstieg. „In einem konservativen Land als fortschrittliche Partei 150 Jahre alt zu werden, ist eine großartige Leistung“, so Dr. Beyer. Dies sei nur möglich gewesen, weil viele wunderbare Menschen in dieser Partei großartiges geleistet hätten.

Die Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller bedankte sich bei Dr. Thomas Beyer für seinen engagierten Festvortrag und betonte, dass man stolz auf die 150jährige Geschichte zurückblicken könne. Doch der Zukunft müssen die Gedanken gelten und für die nächsten Generationen müssen heute die Grundlagen für ein Leben in Frieden und Freiheit erneuert werden. „Die SPD hat den Frauen mit dem Wahlrecht eine Stimme gegeben“, so Müller. Als Kreis- und Fraktionsvorsitzende werde sie alles daran setzen, dass ab 2014 mehr Frauenstimmen in den Kommunalparlamenten als bisher vertreten sind. Ein Frauenanteil von 18% in den kommunalen Gremien des Landkreises ist zu wenig, deshalb habe die Landkreis-SPD auch das SoFIA-Projekt (sozialdemokratische Frauen interessieren und aufbauen) in Angriff genommen. Im Sinne der mutigen und engagierten Sozialdemokratin Marie Juchacz werden sich unsere Frauen in der Politik engagieren, so Müller.

 
 

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