1. Pflegegespräch mit Wohlfahrtsverbänden SPD und AWO laden ins Seniorenheim Frontenhausen ein

Senioren

Zum ersten Pflegefachgespräch im Seniorenheim in Frontenhausen luden am Mittwoch Bundestagsabgeordneter Florian Pornold und die AWO Wohlfahrtsverbände aus dem Landkreis ein.

Leider konnte Herr Pronold dann aufgrund einer akuten Erkrankung nicht teilnehmen. So oblag die Gesprächsführung Herrn Manske von der Arbeitsgemeinschaft 60+ in der SPD und Herrn Dr. Bernd Vilsmeier. Von den Wohlfahrtsverbänden waren Herr Siegfried Depold (AWO), Herr Daniel Schneider (Caritas) und Herr Irlweg (VdK) nach Frontenhausen gekommen. Ergänzt wurde die Runde noch durch Frau Helga Mayer (Seniorenbeauftragte des Marktes Frontenhausen) und der Leitung
des Seniorenheims Herrn Siegfried Kühn, Pflegedienstleiter Herrn Rehrmann
und dessen Stellvertreterin Frau König. Frau Anja König aus Landshut kam von der Krankenkasse BKK VBU. Nach der Begrüßung durch Herrn Depold erläuterte Herr Kühn die Lage der Pflege aus seiner Sicht.

Er fürchte einen Fachkräftemangel in den nächsten Jahren. Aufgrund einer
vorgeschriebenen Fachkräftequote von 50% müsse man schon jetzt
Pflegebedürftige abweisen. Pflegedienstleiter Herr Rehrmann ging noch
weiter in die Tiefe und erklärte den zur Zeit gültigen Pflegeschlüsse als
vollkommen realitätsfremd. Der Betreuungsschlüssel von 1:3 in der
Pflegestufe 1 oder von 1:1,9 in der Stufe 3 ließen sich im Alltag nicht
durchhalten. Näher an der Wirklichkeit sei ein Schlüssel von 1:12, so
Rehrmann. Daher der dringende Appell an die Politik, diesen Schlüssel zu
ändern. Das Personal wolle nicht immer mehr Geld sondern klare
Arbeitszeiten, weniger Überstunden und mehr Anerkennung für ihre wichtige Arbeit. Siegfried Depold erhob auch die Forderung nach einer kostenlosen Ausbildung in den Pflegeberufen. Es kann nicht sein, dass in diesem Bereich die Verbände allein gelassen werden. Anja König forderte eine Zusammenlegung von Kranken- und Pflegeversicherung. Das würde Kompetenzstreitigkeiten beseitigen und den Bedürftigen zu Gute kommen.

Ebenso müsse die Bezahlung der Ärzte für betreute Heimbewohner verbessert werden, zitierte Herr Kühn aus einer e-mail eines niedergelassenen Arztes. Alles in allem sind die Forderungen klar.

Kostenlose Ausbildung, ein realistischer Pflegeschüssel und eine
Modernisierung der Versicherung. Am Ende dankte Hartmut Manske allen
Teilnehmern für ihr Kommen und regte an, dieses Fachgespräch in einem halben Jahr zu wiederholen.

Foto: v.l.n.r. Dr. Bernd Vilsmeier, Hartmut Manske, Siegfried Kühn (Heimleiter), Helga Mayer (Gemeinderätin), Depold (AWO), Anja König (BKK VBU und SPD-Vorsitzende Landshut Stadt), stv. Pflegedienstleitung Berta König, Pflegedienstleiter Michael Rehrmann

 
 

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